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Die Golden Retriever- Geschichte Es gibt mittlerweile mehrere Erklärungen über den Ursprung der Retriever. Von der Arbeit dieser wasserfreudigen und wetterfesten Hunde begeistert brachten Engländer mehrere Hunde mit nach England. Wegen ihrer guten jagdlichen Eigenschaften gerieten auch einige dieser Hunde in den Besitz des britischen Landadels. Aus Kreuzungen dieser heute ausgestorbenen "Kleinen Neufundländer" oder "St. John's Dogs" mit englischen Jagdhunden, z. B. dem roten Irischen Setter, entstanden "Wavy-Coated Retriever" mit unterschiedlicher Farbe. Der St. John's Dog wurde so zur Zuchtbasis aller auf der britischen Insel entwickelten Retrieverrassen. Der Retriever selbst hat seine Wurzeln in Schottland. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts züchtete der jagdbegeisterte Adlige Sir Dudley Coutts Marjoribanks, der 1. Lord Tweedmouth, auf seinem Landsitz "Guisachan House" in der Grafschaft Inverness-Shire die ersten Golden Retriever. Seinen sorgfältig geführten Zuchtbüchern und den späteren intensiven Forschungen von Mrs. Elma Stonex in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts ist entnehmen, dass die Stammhunde ein Wavy-Coated Retriever- Rüde (heute eher als "Flat Coated Retriever" bekannt) von gelber Farbe ("fehlfarbener Flat") mit welligem Fell namens "NOUS" und "BELLE", die Tweed-Water helle leberfarbige Spanielhündin aus Ladykirk am Tweed, waren. Die Tweed Water Spaniels sind längst ausgestorben und waren schon zur damaligen Zeit nicht weit verbreitet. Ihr Aussehen war retrieverähnlich, jedoch waren sie kleiner, mit einem welligen, leberfarbigen und wasserabweisenden Fell. Sie waren wasserbegeisterte und äußerst ausdauernde Apportierhunde. Im ersten Golden Retriever- Wurf befanden sich vier gelbe Welpen: der Rüde "Crocus" und die Hündinnen "Cowslip", "Primrose" und "Ada". Der Rüde und eine Hündin wurden an Freunde oder Verwandte zur Zucht weitergegeben. "Cowslip" und "Primrose" behielt der Lord und züchtete zwischen 1868 und 1890 in sorgfältigst und gut dokumentierter Linienzucht weiter. Er kreuzte zwei schwarze Retriever, einen weiteren Tweed-Water Spaniel, einen roten Irischen Setter sowie einen sandfarbenen Bluthund ein und schuf so den Grundstein für eine neue Rasse: den Golden Retriever. Ziel der damaligen Zucht war ein brauchbarer Jagdhund für die Arbeit nach dem Schuss. Die Züchter waren stets bemüht, die Leistungsfähigkeit und Jagdeignung zu verbessern. 1913 wurde in Großbritannien der "Golden Retriever Club" gegründet und der erste Standard für die Rasse formuliert. Der Kennel Club trennte die Rasse von den andern Retrievern, klassifizierte sie unter "Retriever yellow or golden" und er richtete ein Zuchtbuch für die Rasse ein. Nachdem 1920 das "yellow" gestrichen worden ist, existiert der noch heute so bezeichnete Golden Retriever. In der Folge vieler Zuchtschauen und Field Trials wurde der Rassestandard im Laufe der Jahrzehnte durch den Kennel Club festgelegt. Nach einer kleinen Änderung im Jahre 1936 ("alle Schattierungen von gold bis creme, aber weder rot noch braun (mahagoni)" blieb der Standard unverändert, bis 1986 eine Überarbeitung vorgenommen worden ist, die die Fédération Cynologique Internationale (FCI) als bindend vorgeschrieben hat. Dabei wurden erstmals erwünschte Wesensmerkmale beschrieben.
Der Golden Retriever heute Die Golden Retriever gehören weltweit zu den beliebtesten Hunderassen. Man findet sie auf der Jagd als guter Apportierhund (to retrieve), als zuverlässige Blindenführhunde, als Spürhunde für Brandorte, Sprengstoffe, Leichen und Rauschgift bei der Polizei und beim Zoll, als allwettertaugliche Lawinensuchhunde und nervenstarke Such- und Rettungshunde in Erdbeben- und anderen Katastrophengebieten sowie als gut verträglichen Familienhund. Wie alle Retriever wurde auch der Golden Retriever als Jagdhund für die "Arbeit nach dem Schuß" gezüchtet. Bei der Wasserarbeit z. B. auf geschossene Enten ist der Golden in seinem Element, aber auch in Feld, Flur und Wald ist er unschlagbar: Jegliche Form von Aggressivität, Kampftrieb, Ängstlichkeit und Nervosität sind unerwünscht. Das Temperament des Golden Retriever ausgeglichen. Er ist weder hektisch noch nervös, keineswegs aber zu ruhig oder etwa teilnahmslos bzw. desinteressiert. Golden Retriever sind lebhafte, unbefangene und fröhliche Familienhunde, die sich allen Alltagssituationen mit viel Gelassenheit und Unerschrockenheit stellen. Der Golden Retriever besticht durch sein ausgeprägtes Bedürfnis, seinem Führer bzw. Besitzer Freude zu bereiten und ihm zu dienen ("will to please") und durch seine Leichtführigkeit mit und ohne Leine ist er ein gut zu erziehender Hund. Er ist temperamentvoll und trotzdem sehr anpassungsfühig. Mit Begeisterung geht er auf vielfältigste Beschäftigungsmöglichkeiten ein, hat guten Bewegungsdrang und er ist sogar oft auch noch als "alter Knochen" ziemlich verspielt. Er ist sehr anhänglich und nimmt sehr gerne am Familienleben seines zweibeinigen Rudels teil. Zum typischen Erscheinungsbild der heutigen Golden Retrievers gehören das langhaarige glatte oder auch leicht gewellte Fell (Deckhaar) und dichter, wasserabweisender Unterwolle. Die Rute und die Vorderläufe habe eine gute Befederung, im Bereich der oberen Hinterläufe bildet das Fell oftmals eine "Hose". Die Fellfarbe variiert nach dem Rassestandard in allen Nuancen von dunkelgolden bis creme. Der markante wohlgeformte Schädel mit gut ausgeprägtem Stopp und die dunklen Augen verleihen ihm den charmanten und sanften Ausdruck. Augenlider und Nasenschwamm sind gut pigmentiert. Der Golden hat einen muskulösen Hals sowie einen tiefen, gut gewölbten Brustkorb. Der Golden Retriever zählt zu den mittelgroßen Hunden. Erwachsene Hündinnen wiegen bei 51 bis 56 cm Schulterhöhe von zwischen 30 und 36 kg (manche "leichter gebaute" auch unter 30 kg), erwachsene Rüden erreichen zwischen 32 und 40 kg bei 56 bis 61 cm Schulterhöhe. Leider wirkt sich die Beliebtheit der Golden Retriever auch zum Nachteil der Rasse aus, da sich auch etliche Hundehändler und -vermehrer unter seriöse Züchter drängen wollen, um oft mit geringstem Aufwand möglichst viele Hunde "auf den Markt" zu bringen. Ein Indiz für eine anerkannte Retriever- Zucht, die nach den nötigen strengen Vorgaben und Auflagen züchtet, ist die Zulassung in einem Verband, der vom FCI und/ oder vom VdH anerkannt ist. Ferner haben einem anerkannten Zuchtverband angeschlossene Züchter üblicherweise nicht verschiedenste Hunderassen gleichzeitig; ferner kann neben den Welpen in aller Regel auch die Hundemutter besucht werden. |
| Ursprung: | Großbritannien | ||
| Verwendung: | Apportierhund für die Flintenjagd. | ||
| Allgemeines Erscheinungsbild: | Symetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck. | ||
| Verhalten / Charakter (Wesen): | Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu arbeiten. Freundlich, liebenswürdig und zutraulich | ||
| Kopf: | Proportioniert und wohlgeformt. Oberkopf: Schädel: Breit ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend. Stop: ausgeprgt. Gesichtsschädel: |
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| Hals: | Von guter Länge, trocken und muskulös. | ||
| Körper: | Harmonisch. Rücken: Gerade obere Linie. Lenden: Kräftig, muskulös, kurz. Brust: Tiefer Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt. |
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| Rute: | In Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend. Ohne Biegung am Rutenende. | ||
| Gliedmaßen | Vorderhand: Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen. Schultern: Gut zurückliegend, langes Schulterblatt. Oberarm: Gleich lang wie das Schulterblatt; dadurch Läufe gut unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen: Gut anliegend. Hinterhand: Pfoten: |
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| Gangwerk: | Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vorder- und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei ohne Anzeichen von Steppen (Hochheben der Vorderläufe). | ||
| Haarkleid: | Haar: Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte wasserabstoßende Unterwolle. Farbe: |
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| Größe: | Widerristhöhe: Rüden 56 - 61 cm ; Hündinnen 51 - 56 cm. | ||
| Fehler: | Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. | ||
| N.B.: | Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. | ||
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